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IFU begrüßt Weichenstellung für Grube Carl

Die Interessensvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) begrüßt die politische Weichenstellung für dringend benötigten Wohnungsbau Grube Carl im Planungsausschuss am 10. März. „Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Wohnungsbau Grube Carl im Planungsausschuss ist ein wichtiges Signal für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Frechen und die Einwohner und Beschäftigten“, so Ingo Arlinghaus, Sprecher der Interessensvereinigung der Frechener Unternehmen (IFU).

Die IFU begrüßt ausdrücklich, dass die Politik im Planungsausschuss am 10. März 2026 mit breiter Mehrheit den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Gruber Carl gefasst hat. Die Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten ist ein entscheidender Standortfaktor für die Frechener Wirtschaft. Die in der IFU organisierten Unternehmen haben aufgrund des mangelnden Wohnungsangebotes immer wieder Probleme, neue Beschäftigte zu überzeugen nach Frechen zu kommen. Das ist ein Standortnachteil im Kampf um Talente,
Fachkräfte und qualifiziertes Personal, unabhängig von der Branche und der Unternehmensgröße.

„Unsere Unternehmen beklagen regelmäßig den Verlust von Beschäftigten, die das zeitraubende und auch teure Pendeln nach Frechen leid sind, aber keine passende oder bezahlbare Wohnung in Frechen finden“, so Ingo Arlinghaus, Sprecher der IFU und selbst Unternehmer in Frechen.

Das Wohnraumdefizit in der Stadt ist lange bekannt und hat auch im Kommunalwahlkampf im letzten Herbst eine wichtige Rolle gespielt. Im Ergebnis hat die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler die für mehr Wohnungsbau eintretenden Parteien ausdrücklich mandatiert. Insofern begrüßt die IFU ausdrücklich, dass sich nun eine breite politische Mehrheit für den Start der Planungen für Wohnungsbau auf dem Areal Grube Carl gefunden hat. Dies geschieht auf Basis des gültigen Flächennutzungsplanes und der darin verankerten Entwicklungsabsicht für das Areal!

Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Grube Carl wertet die IFU als wichtiges Signal für das dringend benötigte Wachstum in der Stadt. Die IFU und Ihre Mitgliedsunternehmen stehen bereit, um Politik und Verwaltung auch künftig bei der Entwicklung der Stadt zu beraten. „Wir haben die gleichen Interessen, wenn es um das Wohl der Menschen in unserer Stadt geht“, so Arlinghaus. Jede Entscheidung der Politik pro Wohnbaulandentwicklung verbessert mittelfristig die Wohnraumversorgung und gibt Menschen eine Zukunft in Frechen.

Nun wünscht sich die IFU für die Grube Carl, aber auch für das zweite große Entwicklungsareal der Stadt, Rhenania West, einen zügigen Abschluss der Planung, „damit sich bald die Kräne drehen können“ so der IFU-Vorsitzende.

Frühstück feiert Premiere

Ingo Arlinghaus, Vorsitzender der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) und Gastgeber Markus Teichmann (li.), Verkaufsleiter im Mercedes-Benz Center in Frechen, begrüßten rund 20 IFU-Mitglieder zum ersten IFU-Unternehmensfrühstück in der neu eröffneten Mercedes-Benz Niederlassung an der Alfred-Nobel-Straße.

Unter dem Motto „Unser Wirtschaftsstandort lebt vom Dialog und kurzen Wegen“ möchte die IFU interessierte Unternehmer aus Frechen dreimal im Jahr bei einem gemütlichen Frühstück zusammenbringen. Zur Premiere des neuen Formats trafen sich die Teilnehmer im neuen Pkw-Center. Auf 1.800 Quadratmetern bietet das „Autohaus der Zukunft“ 24 Ausstellungsplätze, Büros und Beratungsbereiche sowie das erste Manufakturstudio von Mercedes-Benz in Deutschland, in dem Kunden ihr Auto-Unikat konfigurieren können.

Nach der Begrüßung und einer kurzen Unternehmensvorstellung des Gastgebers wurde die Zeit von 7.45 bis 9 Uhr am Morgen vor allem dem lockeren Netzwerken bei einem gemeinsamen Frühstück gewidmet. Das Unternehmerfrühstück soll wiederholt werden. Ziel ist es, die Vielfalt der Frechener Wirtschaft direkt vor Ort zu erleben. Unternehmen, die Interesse an dem neuen Format haben, sei es als Teilnehmer oder als Gastgeber, erfahren mehr per E-Mail an: ifu-vorstand@mail.de

Weniger reden, mehr handeln

Erstmals zum „Wirtschaftsempfang“ und nicht mehr zur „gemeinsamen Jahresausklangveranstaltung“ hatten die Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) und die Stadt Frechen in den Stadtsaal eingeladen.

Der IFU-Vorsitzende Ingo Arlinghaus (Mitte) und seine Vorstandskollegen (v.l.) Francesco Calio, Michaela Schmitz, Marc-Steffen Bonte, Kevin Krukau und Stephan Nagelschmitz. Foto: Lars Kindermann

Begrüßt wurden die geladenen Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik vom IFU-Vorsitzenden Ingo Arlinghaus, der kurz vor dem Empfang im Amt bestätigt worden war, und erstmals von Uwe Tietz. Der neue Bürgermeister und die ebenfalls neue Technische Beigeordnete der Stadt Frechen, Magdalena Pötschke, stellten sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion, gemeinsam mit Ingo Arlinghaus, den Fragen von Moderatorin Katie Ulrich. Diese nutzte die Chance, dem Publikum ihre neuen „Local Heroes“ mal etwas genauer vorzustellen.

Ingo Arlinghaus (li.) und Bürgermeister Uwe Tietz begrüßten die Gäste im Foyer des Stadtsaals. Foto: Lars Kindermann

Uwe Tietz versprach den Anwesenden, die Frechener Wirtschaft mit „planerischer Verlässlichkeit“ und schnelleren Entscheidungen voranzubringen. Er lobte die „Widerstandsfähigkeit“ der Frechener Wirtschaft aufgrund ihrer „wirtschaftlichen Vielfalt“ und forderte mutiges Denken aber realistische Vorstellungen. Die zukünftige Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort und solchen, die sich für den Wirtschaftsstandort Frechen interessieren, umschrieb er mit den Begriffen: „Austausch, Vertrauen und Kooperation“.

Co-Gastgeber Ingo Arlinghaus ließ kurz das Jahr 2025 Revue passieren und begrüßte besonders herzlich die Vertreter der 16 neu hinzugewonnenen Mitgliedsunternehmen. Die neue Mercedes-Niederlassung in Frechen sei ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht alle Unternehmen in die benachbarte Großstadt ziehen würde. Mercedes habe genau das Gegenteil getan und seinen Sitz von Köln nach Frechen verlegt. Arlinghaus: „So kann es gerne weitergehen!“

An die Politik richtete er die eindringliche Bitte, den politischen Konsens, der beim IFU- Wahlforum der drei Frechener Bürgermeisterkandidaten, deutlich zu erkennen war, für das Wohl Frechens beizubehalten. Ingo Arlinghaus: „Damals hatten alle drei Kandidaten in vielen, wichtigen Belangen sehr ähnliche Vorstellungen. Es wäre äußerst bedauerlich, wenn diese Gemeinsamkeiten durch die übliche parteipolitische Oppositionsarbeit auf der Strecke bleiben würden.“

Um Frechen wirtschaftlich voranzubringen, müsse sich etwas tun auf den noch nicht genutzten Gewerbeflächen an der Krankenhausstraße, der Bonnstraße und auf dem Wachtberg. Arlinghaus: „Fortschritt kann nur erzielt werden, wenn die Diskussionen enden und Entscheidungen getroffen werden.“

Wirtschaftsempfang 2025

Die Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) und die Stadt Frechen laden wieder gemeinsam zum Wirtschaftsempfang ein. Er findet statt am Donnerstag, 27. November, ab 18 Uhr im Stadtsaal Frechen, Kolpingplatz 1. Einlass ist bereits ab 17 Uhr. Erstmalig öffnen sich die Türen bereits eine Stunde vor dem Beginn, um bei einem Getränk Raum für mehr Austausch zu schaffen. Durch die Veranstaltung führt Moderatorin Kati Ulrich. Auf dem Programm steht eine Podiumsdiskussion mit dem neuen Bürgermeister der Stadt Frechen, Uwe Tietz sowie dem Vorsitzenden der IFU Ingo Arlinghaus und der neuen Technischen Beigeordneten der Stadt Frechen, Magdalena Pötschke. Ein Ausklang bei Getränken und Imbiss schließt sich an.

Auf dem Wirtschaftsempfang 2025 diskutiert der IFU-Vorsitzende Ingo Arlinghaus (li.) mit Bürgermeister Uwe Tietz und der neuen Technischen Beigeordneten der Stadt Frechen, Magdalena Pötschke. Fotos: lk/SPD/Stadt Frechen

Wahlforum 2025: Bürgermeisterkandidaten im Gespräch

Auf Einladung der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU) kam es, kurz vor der Kommunalwahl 2025, am Sonntag, 14. September, zur ersten und einzigen Podiumsdiskussion mit den drei Frechener Bürgermeisterkandidaten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Willi Haentjes, Chefredakteur der IHK Köln.

In der Aula des Christlichen Jugenddorfs in Frechen-Bachem stellten sich Wolfgang Höfig von der Perspektive für Frechen, Gerd Koslowski von der CDU und Uwe Tietz von der SPD den Fragen der Frechener Unternehmer und des Publikums. Rund 150 potentielle Wähler waren gekommen, um sich ein Bild von den Aspiranten um das Amt des Ersten Bürgers der Stadt zu machen.

Wahlforum im CJD: (v.r.) Uwe Tietz (SPD), Gerd Koslowski (CDU) und Wolfgang Höfig (Perspektive für Frechen) stellten sich den Fragen von Moderator Willi Haentjes. Foto: Lars Kindermann
Wahlforum im CJD: (v.r.) Uwe Tietz (SPD), Gerd Koslowski (CDU) und Wolfgang Höfig (Perspektive für Frechen) stellten sich den Fragen des Moderators Willi Haentjes. Foto: Lars Kindermann


Wolfgang Höfig, der sich bereits vor fünf Jahren um das Bürgermeisteramt beworben hatte, möchte bei einem Wahlsieg seine 40 Jahre Berufserfahrung als leitender Angestellter in der Chemiebranche einbringen. Der Bachemer möchte Frechen mit beschleunigten und gewerbefreundlichen Genehmigungsprozessen attraktiver für Gewerbetreibende machen. Das Rathaus soll, dank modernisierter, teilweise digitalisierter Arbeitsabläufe und moderner Ausstattung zu einem attraktiveren Arbeitsplatz werden. Einmal im Amt möchte er die Prozesse im Rathaus verschlanken. Er möchte seine Kontakte in die Wirtschaft nutzen, aktiv auf „Global Player“ zugehen, aber auch den Mittelstand und das Handwerk durch transparente und kompromissbereite Arbeit im Rathaus für mögliche Ansiedlungen in Frechen gewinnen.


Gerd Koslowski kandidiert zum ersten Mal. Der Medienexperte aus Königsdorf verwies bei seiner Vorstellung auf seine Führungserfahrung in großen Konzernen, seine politische Tätigkeit im Stadtrat und seine Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation und Transparenz. Seiner Meinung nach wurde der Strukturwandel in der Vergangenheit nicht mit der notwendigen Dringlichkeit vorangetrieben. Gemeinsam mit Politik und Wirtschaft müssten möglichst schnell Potentialflächen entwickelt werden. Dazu benötige man ein gemeinsames Konzept, eine Vision. Frechen müsse zudem auch wieder unternehmensfreundlichere Politik betreiben. „Wir müssen unsere Stadt besser verkaufen. Wir haben beste Voraussetzungen im Herzen des Rheinlands“, ist der Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten überzeugt. Um neuen Wohnraum in Frechen zu schaffen, müssten Investoren gefunden werden. Im Rathaus möchte er eine „Kultur des Miteinanders“ mit einer modernen Führungsstruktur schaffen. Dort habe sich eine Angstkultur breit gemacht. In Zukunft sollten die Ideen und Vorschläge der städtischen Mitarbeiter wieder mehr gehört und wertgeschätzt werden. Als Bürgermeister möchte er sich auch für eine konstruktivere Zusammenarbeit mit der Frechener Politik einsetzen. Koslowski: „Um Frechen voranzubringen, müssen wir gemeinsam mit der Politik Ziele erarbeiten und umsetzen.“


Als „jüngster Kandidat mit der meisten Verwaltungserfahrung“ stellte sich Uwe Tietz von der SPD vor. Der Diplom-Verwaltungswirt ist für das Bundesministeriums des Inneren tätig und sitzt für die Sozialdemokraten seit 2014 im Stadtrat. Als Bürgermeister möchte er sich verstärkt für die Entwicklung neuer Gewerbeflächen in Frechen einsetzen. „Dieses Thema lag die letzten fünf Jahre quasi brach“, so der 52-Jährige. Bereits angesiedelte Unternehmen sollen besser unterstützt und gehört werden. Tietz: „Wir müssen den Einzelhandel stärken, Fördermittel beantragen und große Player wie RWE mehr ins Boot holen.“ Des Weiteren sei ein Bürokratieabbau im Rathaus längst überfällig. In einigen gültigen Verwaltungsvorschriften sei noch die D-Mark als gültige Währung angegeben. Es könne auch nicht sein, dass städtische Angestellte in Nachbarkommunen abwanderten, weil sie dort für die gleiche Arbeit mehr Geld bekommen würden. Da müsse Frechen wettbewerbsfähig bleiben. Der Wohnungsknappheit könne die Stadt Frechen auch aktiv entgegentreten, in dem sie selber Wohnraum anbieten würde. Wichtig sei, dass das Wohnen in Frechen für jeden finanzierbar bleibe. Trotz knapper Kassen möchte er an der aktuellen Förderung des Ehrenamts und des Vereinslebens festhalten. Tietz: „Ich möchte nicht in einer Stadt leben, die zwar wirtschaftlich ganz gut dasteht, der aber das Herz verloren gegangen ist.“