Kategorie: Mit Bild

Auftaktveranstaltung „Klimaschutznetzwerk“

Im Rathaus Frechen trafen sich Frechener Unternehmer zur Auftaktveranstaltung „Klimaschutznetzwerk“. Eingeladen hatte die Stadt Frechen gemeinsam mit der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen (IFU). Klimaschutz sei keine „vorrübergehende politische Begleiterscheinung“ machte der IFU-Vorsitzende Dr. Jürgen Höser den anwesenden Unternehmern deutlich. Folgewirkungen des Klimawandels seien bereits offenkundig. Dr. Höser: „Mein sechsjähriger Enkel hat mich gefragt: ‚Opa, was machst Du denn gegen das Klima?‘ Diese kindliche Frage, „gegen oder für“ das Klima, sollten wir uns alle stellen.“

Robert Lehmann (Mitte), Technischer Beigeordneter der Stadt Frechen, und der IFU-Vorsitzende Dr. Jürgen Höser (2.v.re) begrüßten die Unternehmen zum ersten Treffen des Frechener Klimaschutznetzwerkes. Foto: Stadt Frechen

Der Klimaschutz könne auch neue, innovative und nachhaltige Arbeitsplätze in der Region schaffen. „Dies sollte unser gemeinschaftliches Bestreben sein“, so Höser weiter. Die politischen Gegebenheiten würden vorgegeben, Aufgabe der Unternehmen sei es, sich davon nicht überrollen zu lassen. Dr. Höser: „Je früher wir uns damit auseinandersetzen, umso weniger werden wir später davon überholt.“ Ziel des Klimaschutznetzwerkes sei es, die Teilnehmer auf die sich verändernden Rahmenbedingungen einzustellen und Wege aufzuzeigen, wie Betriebe umweltschonender als auch wettbewerbsfähiger würden.

Bei der Auftaktveranstaltung stellte die Frechener Stadtverwaltung ihre Maßnahmen zur Minimierung des Klimawandels vor. Die Effizienzagentur NRW informierte über Fördermöglichkeiten und die Energieagentur NRW sprach über Klimawandel und Wetterextreme. Foto: Stadt Frechen

IHK-Präsidentin besucht IFU

Zum ersten Mal seit der Pandemie kamen die Mitglieder der IFU, der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen, wieder zusammen. Als Treffpunkt hatte der Vorstand das Keramion auswählt, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte. „Im dritten Anlauf hat es nun endlich geklappt“, bemerkte Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der Kölner Industrie- und Handelskammer, schmunzelnd, als der IFU Vorsitzende Dr. Jürgen Höser sie begrüßte.

„Wir sind mittendrin, statt nur dabei und müssen die sich hier für die Region auftuende Chance und Herausforderung nutzen“, sagt Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der Kölner Industrie- und Handelskammer. Politik und Kommunen im Rhein-Erft-Kreis rief sie dazu auf, sich mehr einzubringen. Foto: WHM

In seiner Ansprache vor den Gästen, darunter Vertreter der Stadtverwaltung und Mitgliedern der CDU im Land- und Bundestag, ging Höser auf dringende Fragen der Energieversorgung, der Verkehrspolitik und dem Strukturwandel , also der Frage, was nach der Kohle in der Region passiert, ein. „Wo kommt die benötigte restliche Energie her, wenn wir aus erneuerbarer Energie nur etwa 50 Prozent decken können und die Kohleverstromung eingestellt und zeitlich sogar vorgezogen wird?“, fragte er unter dem Beifall der Anwesenden. „Wir alle haben da keinen Einfluss drauf. Es wird woanders entschieden, uns sind die Hände gebunden.“

Die Frechener Bürgermeisterin Susanne Stupp (li.) und der IFU-Vorsitzende Dr. Jürgen Höser begrüßten die IHK Köln-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald im Keramion. Foto: WHM

Mit Blick auf den drohenden Wegfall von Arbeitsplätzen und Strukturwandel steht nach seinen Worten mit Blick nach Berlin die Frage im Raum: „Wer handelt und wie wird gehandelt? Wie soll Nachhaltigkeit erreicht werden? Ich bin mal gespannt, was da in Berlin noch entschieden wird.“ Kritisch betrachtete Höser den „übermächtigen Einfluss“ der RWTH Aachen bei den Planungen für den Strukturwandel, der insbesondere nur nördlichen Teil des Kreises einbezieht. „Wir von der IFU appellieren an die politischen Entscheidungsträger im Kreis, zusammen mit Wirtschaftsförderung und IHK die Kräfte zu bündeln, damit alle Kommunen angemessen an nachhaltigen und zukunftssicheren Projekten beteiligt werden.“

Im Bereich der Verkehrspolitik sprach Höser die Politiker direkt an und nahm sie in die Pflicht, ihren politischen Einfluss geltend zu machen, damit endlich der oft diskutierte Ausbau der Bonnstraße und die BAB-4-Anbindung  in Richtung Köln (Vollanschluss) erfolgt. „Wenn jetzt plötzlich eine Pipeline den Plänen im Weg steht, frage ich mich, wieso, denn die gab es vor zehn Jahren auch schon. Weitere zehn Jahre wollen wir nicht warten.“

So, wie auch Höser, ging Dr. Nicole Grünewald unteranderem auf den geplanten Strukturwandel und die Veränderungen im derzeitigen Kohleabbaugebiet ein. Sie bemängelte, dass bei der gesamten Planung zwar dank der Aktivitäten der RWTH Aachen die IHK Aachen und die Kammer für den Niederrhein in die Planung eingebunden sind, man Köln aber nicht dazu geholt habe. Dass geht nach ihren Worten gar nicht, denn „wir sind mittendrin, statt nur dabei und müssen die sich hier für die Region auftuende Chance und Herausforderung  nutzen“. Dafür aber müssen die Rahmenbedingungen stimmen, so Grünewald mit Blick in Richtung Politik und Kommunen. Verwundert war die IHK-Präsidentin auch, dass in den Ausschüssen ihrer Kammer keine Vertreter aus dem Rhein-Erft-Kreis vertreten seien. Sie rief die Geschäftsleute auf, sich hier einzubringen und mitzuarbeiten.

Bevor die Gäste die angesprochenen Themenbereiche mit der IHK-Präsidentin bei einer Weinprobe weiter diskutieren konnten, schilderte Winzer Peter Kriechel aus dem Ahrtal die Situation seiner Kollegen nach der Flutkatastrophe. Dank auch internationaler Hilfe von Kollegen konnte dort bis in diese Woche die Weinlese komplett abgeschlossen werden.

Wirtschaft fordert konkrete und konstruktive Vorschläge von der Politik

Sechs Bundestagskandidaten aus dem Rhein-Erft Kreis stellten sich in Hürth-Knapsack den Fragen der Interessenvertretung Frechener Unternehmen (IFU), des Arbeitskreis Wirtschaft Hürth (AWH) und der Industrie und Handelskammer Köln (IHK).

Sechs Bundestagskandidaten aus dem Rhein-Erft-Kreis stellten sich den kritischen Fragen der regionalen Unternehmer. Foto: Ralf Baumgarten

Das Podiumsgespräch mit Dr. Georg Kippels (CDU), Aaron Spielmanns (SPD), Rüdiger Warnecke (B‘90/Die Grünen), Sirin Seitz (LINKE), Stefan Westerschulte (FDP) und Eugen Schmidt (AfD) moderierte WDR-Journalist Heinz Horst.
Mehr als 100 Gäste nahmen am Wahlforum teil. Besonderes Interesse hatten die Unternehmer der Region daran, was die Bundestagskandidaten zu den Themen Wirtschaftspolitik, Strukturwandel, Corona und Klimaschutz zu sagen hatten. Insbesondere die drängenden Fragen zum Strukturwandel müssten alsbald geklärt werden.

Einleitende Worte: (v.l.) Hermann Fidelis Thywissen (AWH) und Professor Dr. Jürgen Höser (IFU) begrüßten die 100 geladenen Gäste. Foto: Ralf Baumgarten

„Der Strukturwandel kommt nicht – er ist schon da“, machte der IFU-Vorsitzende Professor Dr. Jürgen Höser die Kandidaten aufmerksam und forderte von der Politik einmal mehr konkrete und konstruktive Vorschläge zum Erhalt der Wertschöpfungskette, das heißt. den Aufbau neuer Arbeitsplätze auch für die durch den Kohleaustieg betroffenen Zulieferbetriebe. Peter Ropertz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rhein- Erft und Mitglied im Vorstand der IFU regte eine nachhaltigen Abbau bürokratischer Vorschriften an.

Podiumsgespräch mit (v.l.) Stefan Westerschulte (FDP), Rüdiger Warnecke (B‘90/Die Grünen), Aaron Spielmanns (SPD), Sirin Seitz (LINKE), Eugen Schmidt (AfD) und Dr. Georg Kippels (CDU). Foto: Ralf Baumgarten

Einigkeit bestand zwischen allen Kandidaten, dass nur gemeinsame Anstrengungen von Politik und Wirtschaft eine nachhaltige, zukunftsorientierte Lösung der drängenden Probleme bringen kann. „Auch wenn in Berlin der Bundestag über Bundes-, Europa- und die Weltpolitik mit entschieden wird, so wird die IFU denjenigen, der für den Rhein-Erft Kreis am 26. September. gewählt wird, auch nach der Wahl zu regelmäßigen Gesprächen einladen, um die Probleme vor Ort – auch kritisch – zu besprechen“, verspricht der IFU-Vorsitzende.

Staatssekretärin aus Berlin Gast der IFU

Ende August war die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Elisabeth Winkelmeier-Becker, Gast der IFU.


Als Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium von Peter Altmaier ist Elisabeth Winkelmeier-Becker verantwortlich für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Industriepolitik sowie Digital- und Innovationspolitik. Auf Anregung des Bundestagsabgeordnetem Dr. Georg Kippels (CDU) kam es zum Unternehmerfrühstück mit der Staatssekretärin und verantwortlichen Firmenrepräsentanten namhafter Betriebe und Körperschaften aus Frechen, unter anderem der Firmen Antalis, Hasenkamp Holding, RV Rheinbraun Handel und Dienstleistungen–Wachtberg, IHK Köln, Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft, Kreissparkasse Köln, JCB Deutschland sowie der Quarzwerke. Zudem nahmen die Frechener Bürgermeisterin Susanne Stupp (CDU) und ihr Elsdorfer Kollege Andreas Heller (CDU) an dem Treffen teil.

Zu Besuch bei JCB: (v.l.) Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und der CDU- Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Kippels besuchten, auf Einladung von Professor Dr. Jürgen Höser und der Interessenvereinigung Frechener Unternehmen, die deutsche Werksniederlassung des britischen Unternehmens JCB in Frechen.
Foto: Büro Dr. Georg Kippels

Der Vorsitzende der IFU, Prof. Dr. Jürgen Höser begrüßte im Konferenzraum der Firma JCB im Gewerbegebiet Europaallee die Staatssekretärin, die Bürgermeister und die anwesenden IFU Mitglieder. Einleitend verwies er auf die aktuelle Situation im Verkehrsbereich, verursacht durch die aufgrund der Hochwasser-Katastrophe gesperrten Autobahnen. Hier sagte die Staatssekretärin das geplant sei, die Autobahnen bis Ende des Jahres wieder zu öffnen
Dr. Höser kritisierte, dass seit Jahren ein Großteil der Bundesmittel zum Ausbau des Straßennetzes nach Bayern fließen. Die Staatssekretärin erläuterte, dass fehlende Planunterlagen einer der Gründe hierfür seien. Hierzu appelliert die IFU an die beteiligten Planungsbehörden, endlich und so schnell wie möglich dann auch Pläne zu erstellen, damit endlich ein Ausbau der Infrastruktur, insbesondere der dringende Ausbau der Fernstraßen erfolgen kann; Stichwort: Voll Anschluss Bonnstraße an die Autobahn. Thema der Diskussion war auch die Frage einer weiteren Rheinbrücke, wobei eine Tunnel-Lösung aus Sicht von Winkelmeier-Becker die wenigsten Beeinträchtigungen der Umwelt hervorrufen würde.

Alle Unternehmer kritisierten übereinstimmend, dass dringend ein Bürokratieabbau erfolgen müsse. Planungsverfahren dauerten wegen einer Vielzahl von beteiligten Behörden und der Berücksichtigung zahlreicher Vorschriften viel zu lange. Neue Arbeitsplätze, die Ansiedelung neuer Unternehmen, die wegen des Kohle Ausstieges dringend benötigt werden, würden durch eine Flut bürokratischer Regelungen massiv verzögert, Investoren springen ab oder bauen neue Fabrikationsanlagen im Ausland. Eine Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze und die Schaffung neuer Stellen müsse das vorrangige Ziel sein.
Dass selbst, zum Beispiel durch Photovoltaikanlagen, erzeugten Strom wegen der erhobenen Abgaben und Steuern eben nicht zur umweltschonender Energie Erzeugung gewonnen werden kann, war einer der Kritikpunkte. Heribert Ropertz von der Kreishandwerkerschaft regte an, die Löhne der Auszubildenden aus der Lohnsteurer auszuklammern, um so den Ausbildungsmarkt zu beleben und dem jetzt bereits vorhandenen Fachkräftemangel zu entkräften.

Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie im Gespräch mit Firmenrepräsentanten namhafter Betriebe aus Frechen. Foto: Büro Dr. Georg Kippels

Dass die Brikettfabrik nun auch noch möglicherweise ein Industriedenkmal werden soll, ist aus Sicht der IFU nicht nachvollziehbar und verhindert, wenn denn endlich das bestehende Bergrecht aufgehoben wird, die alsbaldige Ansiedlung neuer Betriebe um die wegbrechenden Arbeitsplätze aufzufangen.
Die nachhaltige Sorge um zukünftige Energiesicherheit beschäftigt viele Betriebe und war Gegenstand intensiver Erörterungen.
„Neue Infrastrukturprojekte müssen schneller realisiert werden können, sonst droht der Region ein deutlicher Verlust von Arbeitsplätzen“, waren sich alle Teilnehmer einig.

Eine wesentliche Reduzierung bürokratischer Hemmnisse war eine der wesentlichen Anregungen und Forderungen der IFU an die Staatssekretärin. Aus Sicht der IFU zeigte der persönliche Dialog einmal mehr, dass die politischen Entscheidungsträger den unmittelbaren Kontakt zur Wirtschaft suchen sollten. Denn nur so können die direkten Auswirkungen der Gesetze auf die Betriebe und Unternehmen, und damit auch auf alle Beschäftigten, einer Überprüfung zugeführt werden.

„Gerade der Strukturwandel, neue Gesetze, aber auch Reglementierungen aus Brüssel, erzwingen geradezu einen Austausch mit der täglichen Praxis. Denn notwendige und sinnvolle Anregungen sind der Motor für Änderungen, die dann in der Politik umgesetzt werden können und auch sollten“, so Professor Dr. Jürgen Höser zum Abschluss.

Innenstadtkonzept verhindert Ansiedlung eines Fahrradhandels im Gewerbegebiet Frechen

Wenn ein Frechener ein Fahrrad kaufen möchte, dann geht er meist auf Reisen: Denn in Frechen ist die Auswahl der Fahrradhändler in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Und so führt es den Interessenten auf seiner Suche häufig nach Köln oder in die umliegenden Kreiskommunen. Da freute es den Vorstand der Interessenvertretung Frechener Unternehmen (IFU) zunächst sehr, als er von der geplanten Ansiedlung eines Fahrradgeschäftes, mit einer Beratungs-, Reparatur- und Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, auf dem Parkplatz zwischen Robert Ley und dem KüchenTreff an der Europaallee erfuhr.
Doch die Stadt Frechen hat diese Ansiedlung abgelehnt. Der Grund: „Neue Einzelhandelsvorhaben außerhalb der Innenstadt dürften nicht zum Schaden der Innenstadt führen. Zudem sollten Agglomerationen, also die Standortkonzentration von Einzelhandelsbetrieben, nicht stärker in Konkurrenz zur Innenstadt werden.“

Der Ansiedlung eines Fahrradhandels auf der asphaltierten Fläche zwischen dem LEY‘s Markenmode Megastore und KüchenTreff an der Europaallee hat die Stadt Frechen nicht zugestimmt.

Der angefragte Standort sei aber im Einzelhandelskonzept der Stadt im Jahr 2018 von einem externen Gutachter als „Konkurrenzstandort zur Innenstadt“ eingestuft worden. Zudem würden Randsortimente eines Fahrradhändlers, wie zum Beispiel Kleidung und Accessoires, nach dem Einzelhandelskonzept als „zentrenrelevant“ eingestuft. Sie sollten also primär in der Innenstadt angeboten werden. Auf Nachfrage bestätigte die Stadtverwaltung, dass bereits angesiedelte Anbieter solcher zentrenrelevanter Ware, in direkter Nähe zum geplanten Standort, heute ebenfalls nicht mehr zugelassen würden. Diese hätten aber Bestandsschutz.


„Gerade vor dem Hintergrund steigender Zahlen der Bürger und Arbeitnehmer, die das Fahrrad benutzen, wäre ein Fahrradmarkt aus unserer Sicht für Frechen ein Gewinn, ein positives Signal in Sachen Umweltschutz – auch gegenüber den im Gewerbegebiet Europaallee tätigen Beschäftigten“, findet hingegen der IFU-Vorsitzende Dr. Jürgen Höser. Die direkte Ansiedlung am geplanten Radschnellweg Frechen-Köln wäre ein wichtiges „wirtschaftspolitisch und ökonomisches Signal für den Wirtschaftsstandort Frechen“.

Bei seiner Zweirad-Tour im Corona-Lockdown erfuhr der IFU-Vorstand in der Frechener Filiale der Modekette Robert Ley von der gescheiterten Ansiedlung eines Fahrradhändlers in Frechen.


Den von der Stadt vorgeschlagenen Alternativstandorten, zum Beispiel im ehemaligen A.T.U. an der Dürener Straße, würde dieser Bezug zum Radschnellweg fehlen. Die Ansiedlung an der Europaallee würde zudem die umliegenden Betriebe wie Robert Ley, Intersport oder Porta stärken und sicher auch fahrradfahrende Bürger aus den westlichen Vororten von Köln nach Frechen locken. Frechen würde aktuell nicht umsonst im ADFC-Fahrradklimatest als fahrradunfreundlichste Kommune im Rhein-Erft-Kreis abschneiden.


Doch genau diese positiven Synergieeffekte für die umliegenden Unternehmen, sollen zum Schutz der Frechener Innenstadt, durch das Innenstadtkonzept verhindert werden. „Der Fahrradhandel ist nach unserem Einzelhandelskonzept auch nicht das Problem für die Innenstadt. (…) Für den konkreten Bereich im Gewerbegebiet an der Europaallee ist eher die Summe, also die Konzentration von Einzelhandelsbetrieben außerhalb der Innenstadt, problematisch“, stellt Thorsten Friedmann, Pressesprecher der Stadt Frechen, klar.


Die IFU sieht in der Berufung auf das Innenstadtkonzept eine „starre Handhabung der rechtlichen Rahmenbedingungen“. Dr. Jürgen Höser: „Investitionen in die Zukunft dürfen so nicht scheitern.“ Die IFU habe sich an die Fraktionen im Frechener Stadtrat gewandt und erste positive Signale erhalten.